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Ideen, Erfindungen und Erfolge

Zahlreiche Erfolgsgeschichten von Entwicklern und Erfindern, deren Ideen zu Erfolgen wurden, nahmen auf der iENA ihren Anfang.


Pal Molnar mit Anima Nova

Seine Erfindung, den höhenverstellbaren Carbon-Stimmstock für Streichinstrumente, präsentierte Pal Molnar erstmals auf der iENA 2015.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen?

Seit über 35 Jahren beschäftige ich mich mit der Reparatur und der Klangeinstellung von Streichinstrumenten. Dabei ist mir die besondere Bedeutung des Stimmstocks für den Klang des Instrumentes bewusst geworden und ich suchte nach Möglichkeiten, den Klang zu optimieren. Die iENA war die erste Messe, auf der ich meine Erfindung der Öffentlichkeit präsentierte. 

Wie ging es nach der Messe mit Ihrer Erfindung weiter?

Meine Erfindung wurde mit einer iENA Goldmedaille und dem Sonderpreis der kroatischen Erfindergesellschaft ausgezeichnet, was ich sehr gut für das Marketing nutzen konnte. Ich stelle regelmäßig auf Fachveranstaltungen aus und erhalte viel Zuspruch von Geigenbauern und Musikern. Mittlerweile ist Anima Nova bei über 60 Geigenbauern in 14 Ländern erhältlich. Sogar ein Stradivari-Cello ist mit Anima Nova ausgestattet.

Alexander Bayer und Niklas Gutsmiedl mit Blindbot

Ihre Erfindung, eine elektronische Führhilfe für Menschen mit Sehbehinderung, präsentierten die beiden Schüler erstmals auf der iENA 2016.


Wie seid Ihr auf die Idee gekommen?

Durch zwei blinde Mitschülerinnen haben wir erlebt, mit welchen Alltagsproblemen sich Menschen mit einer Sehbehinderung herumschlagen müssen. Ein Blindenstock ist hilfreich, kann aber nicht navigieren, ein Blindenhund ist nicht jedermanns Sache und außerdem aufwendig und kostspielig in der Ausbildung. Wir wollten eine Führhilfe konstruieren, die einfach zu bedienen ist und noch dazu preisgünstig in der Herstellung. Nach zwei Jahren Entwicklung stand dann der Prototyp mit dem wir bei Jugend forscht teilnahmen. Unser Assistenzsystem „Blindbot“ kombiniert künstliche Intelligenz mit 3D-Scannern und einem GPS-System.


Wie kam Eure Erfindung bei der Fachwelt an?

Auf der iENA konnten wir sowohl die Besucher als auch die Fachjury von unserer Erfindung überzeugen. Wir haben dafür eine iENA-Goldmedaille erhalten und außerdem eine besondere Ehrung durch den europäischen Erfinderverband – den höchsten Preis, der jedes Jahr auf der iENA vergeben wird. Inzwischen ist die Erfindung zum Patent angemeldet und wir nehmen mit dem Blindbot am Wettbewerb Jugend gründet teil, einen Businessplan gibt es auch bereits.

Roland Bachstein

Seine Erfindung, das holistische mentale Entspannungs- und Regenerationssystem, das auf dem Prinzip der monotonen Stimulation der Sinnesorgane das rasche mentale Entspannen ermöglicht, stellte Roland Bachstein erstmals auf der iENA 2017 vor.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen?

Durch die permanente Reizüberflutung und die Anforderungen des täglichen Lebens verspürte ich eine zunehmende innere Unruhe. Bei häufigeren Zugfahrten machte ich eine wegweisende Selbstbeobachtung: Ich nahm die sanften, monotonen Wagonschwingungen wahr. In dieser Atmosphäre begann ich bereits nach wenigen Minuten gedanklich abzuschweifen. In meinem Inneren spürte ich eine euphorische Leichtigkeit, das Gefühl vollkommener Entspannung. Diese Erfahrung regte mich an, sie schuf das Bedürfnis, diese Form der Entspannung auch im Alltag erlebbar zu machen. Die Idee der lounge8 war geboren.

Inwiefern hat Ihnen die iENA geholfen, Ihre Erfindung auf den Markt zu bringen/Investoren o.ä. zu finden?

Die IENA 2017 war für uns als kleines Startup Unternehmen eine ideale Plattform, um unsere Neuentwicklung einem guten Fachpublikumsmix aus Wirtschaft, Industrie und Forschung zu präsentieren. Wir konnten sehr gute und konstruktive Gespräche führen und erhielten viel Feedback. Wir haben wertvolle Kontakte geknüpft, die bereits zu ersten Vertriebspartnerschaften führten. Sehr positiv waren für uns auch die Werbewirksamkeit und die PR-Aktivitäten durch Medien- und Pressearbeit im Vorfeld und während der IENA 2017 (veröffentlichte Beiträge in TV und Printmedien) sowie die Silbermedaillenauszeichnung im Rahmen des IENA Erfinderwettbewerbs.

Wie ging es nach der Messe mit Ihrer Erfindung weiter?

Nach Patenterteilungen sowie ersten Innovationspreisen und bemerkenswerten Wirkungen & Ergebnissen des lounge8 Systems in der psychotherapeutischen Arbeit, bei Spitzensportlern und im Topmanagement sind wir jetzt in der Phase des go to market. Eine erste Kleinserie ist bereits produziert und Großteiles verkauft sowie im Testeinsatz bei potentiellen Kooperationspartnern.

Unsere Hauptaktivitäten fokussieren sich nun auf den Vertriebsaufbau im deutschsprachigen Raum und in weiterer Folge auf dem europäischen und internationalen Markt. Parallel dazu sind wir in der Vorbereitung der zweiten Produktionsserie lounge8. Die lounge8 AG mit Sitz in CH-9445 Rebstein entstand 2017 mit einem Team von 3 Personen. 2018 Jahr arbeiten bereits 12 Personen für die lounge8 AG.

Hans-Jörg Licha mit SoftAirSeat

Wie sind Sie auf die Idee gekommen?

Beruflich bin ich viel in fernen Ländern unterwegs und bei langen Flügen hatte ich immer wieder mit Rückenschmerzen zu kämpfen. Ich machte mich auf die Suche nach einem Sitzkissen, das mein Leiden lindern sollte und hatte verschiedenste Kissen ausprobiert, aber keines half mir. So habe ich mich entschlossen selbst ein Kissen zu entwickeln und nach zwei Jahren Vorbereitung konnten wir schließlich mit SoftAirSeat auf den Markt gehen.


Wie ging es nach der Messe mit Ihrer Erfindung weiter?

Während der Messe konnten wir viele interessante Kontakte knüpfen und auch schon einige Sitzkissen verkaufen. Wir freuen uns besonders, dass wir eine der begehrten Goldmedaillen der iENA erhalten haben und mit einem Sonderpreis geehrt wurden, der uns hilft weitere Kontakte und Möglichkeiten der Vermarktung zu finden. Unser Kleinunternehmen haben wir mittlerweile zu einer GmbH gewandelt, die mit vielen großen Unternehmen in Kontakt steht, die uns bei der Vermarktung helfen und unser Produkt einsetzen.

Bernd Schairer mit seinem Sprossenschützer (Forstpflanzenschutz aus Holz )

Wie sind Sie auf die Idee gekommen?

Wir waren schon lange auf der Suche nach alternativen Schutzprodukten für unsere Forstpflanzen, die nicht aus Kunststoff oder auf chemischer Basis hergestellt sind. Da wurde die Idee geboren selbst etwas aus Holz herzustellen und mittlerweile konnten wir schon über 50.000 Stück des Produkts verkaufen.

Wie ging es nach der Messe mit Ihrer Erfindung weiter?

Die iENA hat mir in Sachen Marketing sehr geholfen. Es kamen Besucher aus allen Bereichen der Wirtschaft, denen wir das Produkt und die Vorzüge vorstellen durften. Diese Erfahrung hilft uns heute noch bei der Vermarktung des Produkts.
Die Nachfrage steigt stetig, wir hoffen in 2018 noch die 100.000 Stück Marke zu knacken. Wir möchten die Produktion auf jeden Fall in Süddeutschland halten. Der Preisdruck ist zwar sehr groß, aber ich hoffe die Kunden sehen die Vorteile für die Umwelt und daher den Mehrwert für alle.